90 % des Erfolgs ist die Vorbereitung ... und bei uns bedeutet das
* regelmäßiges intensives Training
* Übungen mit anderen Organisationen
* regelmäßiger Erfahrungsaustausch
* interne und externe Fortbildung
Die Ausbildung von Rettungshund und RettungshundeführerIn dauert etwa 2 Jahre, dann sollten beide prüfungsfertig sein. In dieser Zeit lernen Mensch und Hund wichtige Kompetenzen für die Suche nach vermissten, verunfallten, verletzten Menschen.
Die Voraussetzungen für eine solche Ausbildung sind
o die Bereitschaft, zu lernen und Gelerntes weiterzuvermitteln
o ehrenamtliches Engagement für die gesamte Truppe und für den Rettungsdienst an sich
o die Bereitschaft, bei Wind und Wetter ins Training und in Einsätze zu gehen
o zeitlicher Aufwand für Training, Spezialaus- und Fortbildungen, Übungen und Repräsentationsaktivitäten.
Der Hund
Die natürlichen Fähigkeiten des Hundes werden gefördert und konditioniert.
Der Freiläufer geht in die Fläche, der bindungsliebende Hund sucht als Mantrailer; der Verbeller bellt, der Bringseler apportiert und der Rückverweiser pendelt - je nach Ambition des Hundes. Der eine wird mit Futter belohnt, der andere mit dem Lieblingsspielzeug und einem anderen reichen intensive Kuscheleinheiten.
Gerätearbeit, Flächensuche und Trümmersuche werden genauso geübt wie unterschiedliche Situationen der Personenfindung.
Für einen prüfungsfertiger Hund sind Grundgehorsam und Unterordnung selbstverständlich.
Er gehorcht aufgrund von positiver Verknüpfung und Verstärkung und nicht aus Angst vor Strafe. Er ist ein menschenfreundlicher Geselle, zuverlässig und sozialverträglich.
Er ist geimpft, gechipt und haftpflichtversichert.
Der Mensch
Von ihm ist Idealismus und Engagement gefragt. Das Motiv, mit dem Hund eine Beschäftigung zu finden, reicht für ein Rettungsteam nicht aus. HundeführerInnen sind nach der Ausbildung in der Lage, eigenständig im Gelände zu agieren und situativ Entscheidungen zu treffen. Sie lernen sich zu orientieren, ihren Hund genau zu lesen und richtig zu interpretieren. Sie werden sich genauso in der Erstversorgung eines Menschen wie auch in der Erstversorgung ihres Hundes auskennen. Funk und Kompass sind Werkzeuge, mit denen ausgebildete HundeführerInnen selbstverständlich umzugehen verstehen.
Hund und Hundeführer, die in den Einsatz gehen, sind einer physischen und psychischen Belastung ausgesetzt. Auch wenn sie damit nicht alleine bleiben, so müssen sie doch erstmal mit einer Stress verursachenden Ausnahmesituation, mit möglicherweise belastenden Bildern und Situationen und auch mit möglichen Misserfolgen, zurechtkommen. RettungshundeführerInnen sind immer bereit, jeden Tag und jede Nacht. RettungshundeführerIn sein ist kein Job und auch kein Hobby, es ist eine Überzeugung.
Was haben Mensch und Hund davon?
o Zusammengehörigkeit in einem großen Team
o Personen aus Notsituationen zu helfen erfüllt viele Menschen mit inneren Demut
o der Hund ist in körperlich-geistig-emotionaler Balance, die seiner Art entspricht
o der Mensch auch ...
o es entsteht eine enorme Bindung zwischen Mensch und Hund
o persönliche Entwicklung durch Fähigkeiten und Kompetenzen
o ehrenamtliches Wirken stärkt unsere Gesellschaft und ist aller Ehren wert
o Spaß und Spiel im Training und in der Gemeinschaft für beide
o Freunde fürs Leben finden
Sicherheit durch Wiederholung = Training.
Wir tuen dies. An JEDEM Wochenende findet sich die Rettungshundestaffel in unterschiedlichen Geländen zusammen, um Minimum 5 Stunden am Stück gemeinsam zu trainieren.
Wir haben das Glück, unterschiedliche Übungsgebiete nutzen zu dürfen, in der Regel im Umkreis Osterholz-Scharmbeck / Schwanewede. Hier treffen sich Hundeführer, Hunde und Helfer samstags/sonntags im Wechsel um 11:00 Uhr und arbeitet den ganzen Tag, um für den Ernstfall fit und vorbereitet zu sein.
Apropos Helfer: Wenn wir sagen "wir üben" dann heißt das u.a.: Wir verstecken Helfer im Gelände, die die Suchteams dann aufspüren und versorgen. Hier ist es für unsere Hunde besonders wichtig, immer auch fremde Gerüche einzubringen. Wollen Sie sich mal überlegen, Helfer zu sein? Vielleicht möchten Sie auch ein festes Mitglied unserer Truppe sein, das geht auch ohne Hund. Informieren Sie sich über Kontakte.
Apropos Hund: Welcher Hund ist geeignet? - Und welcher Hundeführer?
Nicht unwichtig!
Zum Hund: Der Hund sollte fit und lernbereit sein. Spiel und/oder Futter sind für ihn so interessant, dass das Tier bereit ist, dafür gerne etwas zu tun. Der Hund braucht eine Nase, das bedeutet dass Hunde mit kurzen Nasen es deutlich schwerer haben, ausreichend Geruch zu bekommen, um eine vermisste Person über eine weite Strecke auszumachen.
Ihr Hund sollte fit genug sein, mindestens 30 Minuten aktiv durch unwegsammes Gelände zu laufen. Grundgehorsam setzen wir voraus, dies lernen Sie in der Hundeschule und nicht in der Rettungshundestaffel. Kommen Sie mit einem Junghund zu uns, sollten Sie parallel eine HUndeschule besuchen.
Ihr Hund ist haftpflichtversichert, geimpft, gechipt und sozialisiert.
Zum Hundeführer: Auch Sie sollten fit sein, denn sie laufen mit Ihrem Hund durch das Gelände. IHRE Motivation ist nicht nur "den Hund zu beschäftigen", sondern auch Menschen aus Notsituationen zu befreien. Und auch Sie benötigen Lernbereitschaft. Das ist manchmal nicht ganz einfach, jedoch eine wichtige Grundvoraussetzung.
Wir sind ein Verein, das bedeutet es findet Vereinsleben statt: Zusammengehörigkeit, Gemeinschaft und gegenseitige Unterstützung machen uns zu einem guten Team.
RettungshundeführerInnen betreiben viel zeitlichen, engagierten und auch finanziellen Aufwand in dieses Ehrenamt. Wir tun es gerne und wir bekommen ´ne Menge dafür.
Probieren Sie es doch auch einmal ...